Summer Breeze 2014 - Tag 0 & 1

Mittwoch, August 20, 2014

Unleashed
Das Summer Breeze Festival auf dem Flugplatz des Aeroclubs Dinkelsbühl hat sich in den letzten Jahren zu einem der bekanntesten und beliebtesten Festivals der Szene gemausert und ist mittlerweile auch über die Grenzen Deutschlands bekannt. Bei der diesjährigen, bereits 17. Auflage des Festivals war unter den 40.000 Besuchern auch ich anzutreffen, und bestritt nun endlich mein erstes Festival außerhalb Österreichs.

Bereits am Anreisetag lockte ein tolles Line-Up die feierwütige Meute vor die Camel- und T-Stage. Von den Strapazen der ca. 10-stündigen Anreise wieder einigermaßen erholt, fand auch ich mit meinen Mitstreitern pünktlich zur Dämmerung den Weg zum Festivalgelände. Erste Anlaufstelle war die T-Stage, auf der sich für 21:15 Uhr das Trio von Grand Magus einfand. Erste gesehene Band und direkt ein Highlight! Der Auftritt bot einfach alles, was man sich von einem gelungenen und mitreißenden Konzert erwartet: Harte Riffs, eingängige Melodien, coole Grooves und ein Sänger, der mit absoluter Stimmgewalt glänzt. So trug es sich zu, dass die Songauswahl regelmäßig für Jubel und Headbangalarm sorgten, die groovigen Bassklänge von Mats Heden luden jedoch auch zum Tanzen ein. Beim letzten Song wurde das Publikum dann zum letzten Mal in Form eines lauthalsen Sprechchors eingebunden, welcher auch noch nach Ende des Konzertes anhielt.

Sehr athmosphärisch wurde es dann auf der Camel Stage bei Ereb Altor aus Schweden, deren Mix aus Epic Doom-, Viking- und Black Metal in die Nacht hineinklangen und, ganz in wabernden Nebel und grünes Licht gehüllt, Songs wie Nifelheim oder Twilight Of The Gods zum Besten gaben und das Publikum mit auf eine mystische Reise nahmen.

Zurück zur T-Stage, die weiterhin sehr gut besucht war. Kein Wunder, standen doch die alteingesessenen Death Metaller Unleashed auf dem Programm. Der knüppelharte Sound in Form von Songs wie If They Had Eyes, Don't Want To Be Born oder Death Metal Victory kam allgemein gut an, meine persönlichen Erwartungen wurden jedoch leider nicht ganz erfüllt.

Mit harten Gitarrenklängen und brachialem Sound kennen sich auch Decapitated aus Polen aus, die danach die Bühne stürmten. Erst im Jänner zum letzten Mal gesehen, war die Szenerie wieder dieselbige: Ein powervoller, von Frontmann Rafał Piotrowski geleiteter, Auftritt, der zum zustimmenden Kopfnicken in den verschiedensten Formen führte.

Danach endetet der erste Tag aufgrund der recht langen Anreise und bereits eingetretener Müdigkeit auch schon für uns, immerhin war es auch schon 01:30 Uhr nachts und der erste offizielle Festivaltag wurde schon mit Spannung erwartet.

Caliban
Nach einer wohlverdienten Mütze Schlaf und ausgiebigen Gesprächen mit den netten, bayrischen Zeltnachbarn begann der erste Tag bereits früh mit Delain um 13:40 Uhr auf der Pain Stage.
Die erste, für mich relevante, Band waren allerdings erst etwas später im Programm zu finden. Um 17:15 Uhr war es Zeit für eine Ladung Metalcore von Caliban, die bereits auf eine Vielzahl an vorbeigekommenen Besuchern blicken konnten. Da ich die Jungs bereits zuvor ein paar Mal gesehen habe, wusste ich, was mich erwartet: Ein aufgewecktes, Spielfreude zeigendes Quintett, allen voran Frontmann Andreas Dörner, der auch für die Zwischenansagen zuständig war und nicht müde werden wollte, das Publikum auf Trab zu halten und zu Bewegung zu motivieren. Hauptsächlich wurden natürlich Songs des neuen Albums Ghost Empire auf das begeisterte Publikum losgelassen, doch auch alten Hits wie I Will Never Let You Down durfte gelauscht werden. Eine Stunde dauerte die Bespaßung, bevor sich mit yOUR Song nochmals bedankt wurde und zu kollektivem Mitsingen aufgerufen wurde. Wieder mal ein sehr sympathischer Auftritt!

Stilwechsel dann bei der T-Stage. Auf dem Programm standen die schwedischen Goth-Metaller Gothminister, die bereits einige Fans und auch Interessierte vor die Bühne locken konnten. Make-Up und Kostüme saßen, und die Band lieferte eine coole Show ab, auch die Songauswahl gefiel. Definitiv eine Neuentdeckung!

Für den gesamten Auftritt blieb jedoch leider keine Zeit, da auf der Main Stage zeitgleich Arch Enemy alles auseinandernahmen. Erst vor gut zwei Monaten zuletzt gesehen, gleichte der jetzige Auftritt dem letzten: Souveräner Auftritt, Alissa White-Gluz glänzte mit Stimmgewalt und hatte das Publikum fest in der Hand. Auch der richtige Mix aus alten Hits und neuen Krachern ließ keine Wünsche offen.

Arch Enemy | Down
Um 20:30 Uhr hielt die Main Stage dann eine weiter Größe des Genres bereit: Phil Anselmo und seine Band Down enterten die Bühne und wurden begeistert in Empfang genommen. Harte Riffs, eine dröhnende Stimme aus Anselmo's Kehle, viel Stoff zum Nacken kreisen lassen und Songs wie Eyes Of The South, Conjure oder Bury Me In Smoke standen für die nächsten 75 Minuten auf dem Programm. Fett!

Wer jetzt schon Müdigkeitserscheinungen bekam, hatte ein Problem, denn die Kette an Highlights wollte einfach nicht abreißen. Behemoth standen pünktlich um 21:50 Uhr für die Pain Stage bereit und warteten schon, der in Scharen gekommenen Meute ihre düstere Show zu präsentieren, während die Nacht immer weiter hereinbrach. An Pyroshow und aufwändigen Outfits wurde nicht gespart, und zu Songs wie Conquer All, Blow Your Trumpets Gabriel oder Ov Fire And The Void konnte man sich ganz entspannt zurück lehnen und die coole Show genießen.

Weiter ging es dann mit den finnischen Melodic Metallern Children Of Bodom, die im Rahmen ihrer Halo of Blood Over Europe-Tour auch in Dinkelsbühl Halt machten und den Headliner auf der Main Stage gaben und die Fans definitiv zu begeistern wussten.

Doch das war noch nicht alles, denn um 00:30 Uhr legten erst Testament auf der Pain Stage los und wollten bei derart mitreißenden Songs wohl testen, wie viel Energie noch in den gekommenen Besuchern steckt. Es ging heiß her, von Headbangern über Tänzern bis Besuchen "Into The Pit" war alles dabei. Sehr cool und ein gelungener Act, um den ersten Festivaltag ausklingen zu lassen.

alle Fotos via

Ähnliche Artikel

5 Kommentare

  1. Ich stehe total auf Festivals, wenn auch nicht aufs summer breeze (weil einfach nicht meine Musik)
    leider leider bin ich oft viel zu schnell pleite als dass ich mir die tickets leisten kann.
    Liebe Grüße, Elle
    http://fromwonderlandtoreality.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  2. Bands bereits am Anreisetag? Das find ich ziemlich cool! ^^
    Hehe, ja auf Festivals ist man wirklich dem Wetter ausgeliefert, ob Regenstürme oder Wüsten-Hitze...

    Aber ja, hatte trotz des schlechten Wetters einen schönen Aufenthalt in Salzburg. Danke, du hast ja denk ich mal nicht weit dahin. ^^ Das ist immer so eine Sache, wenn man sich Städte gerne mehrmals ansehen will, aber es einfach auch noch so viele andere Orte gibt, an denen man halt noch gar nicht war.

    AntwortenLöschen
  3. wuuuuh summerbreeze!
    da wollte ich vor jahrne auch mal hin. hat aber leider nicht geklappt. total ärgerlich.mittlerweile fahre ich aber lieber aufs amphi festival weils eher meiner musik entspricht =)

    lg
    Feary (fearless-art.blogspot.com)

    AntwortenLöschen
  4. Hi.
    ich mach hier grad bei dem kommentierspiel vom blog-zug mit.
    Du gibst hier wirklich einen detaillierten bericht ueber die konzerte. Auch dein schreibstil gefällt mir wahnsinnig gut. Aber leider ist das nicht so mein musik geschmack. Lg
    www.captaindaquaan.wordpress.com

    AntwortenLöschen
  5. wirklich tolle Bilder
    Alles Liebe
    Michelle

    AntwortenLöschen