Zirkus des Grauens

Sonntag, Oktober 26, 2014


Manchen von euch werden diese Bezeichnungen "Zirkus des Grauens" oder "Horrorzirkus" vielleicht schon ein Begriff sein. Seit einigen Jahren in Amerika oder Deutschland recht populär, ist diese Begeisterungswelle nun auch zu mir nach Österreich hinübergeschwappt. Der Circus Aros griff dieses Thema auf und zog bereits im März mit dem Programm "Aeternitas" durch das Land. Nun geht es weiter und der Zirkus zeiht noch bis Ende November durch das Land.
Gestern war es nun auch für mich soweit, und ich besuchte mit ein paar Freunden den ersten Horrorzirkus Österreichs. Ich war von der Idee sehr angetan und hörte diesbezüglich durchweg positive Resonanz.

Kurz nach 20:00 Uhr ging die Show los. Das Programm war in zwei Teile aufgeteilt und dauerte, inklusive 20-minütiger Pause, um die 2 1/2 Stunden und sollte einen Mix aus Freak- und Horror-Show bieten.
Nach der Begrüßung durch den Zirkusdirektor wurde das Publikum erstmal mit einer kleinen Feuershow begrüßt, die bereits für erste beeindruckte Gesichter sorgte. Besonderen Anklang fanden auch die beiden Horror Clowns, die immer wieder einen Teil der Show ausmachten oder durch das Publikum streiften. Auch die Akrobatik kam natürlich nicht zu kurz. Showeinlagen am Trapez, Handstandakrobatik und sogar eine Hula Hoop-Show wurden geboten.
Als großes Highlight und Publikumsliebling erwies sich jedoch, wie zu erwarten, Kurt Späth alias Mr. Extreme. Mit derben Ansagen und beeindruckenden Showeinlagen führte er durch sein Programm. Unter anderem schob er sich einen laufenden Presslufthammer in die Speiseröhre, zog einen weiblichen Gast mithilfe eines Hakens, den er sich durch die Zunge steckte, durch die Manege oder steckte sich die ein oder andere Nadel durch den Körper.

via
Fazit: Leider hat mich der Zirkus des Grauens schwer enttäuscht. Nachdem der Zirkus nach dem Vorbild anderer sehr erfolgreicher Programme entstand, waren meine Erwartungen doch relativ hoch. Zudem bekam der Zirkus auch hierzulande gute Kritiken, die ich jedoch leider nicht ganz nachvollziehen kann, denn mit "Horror" hatte der Großteil der Show wenig zu tun.
Die größte Frechheit war jedoch der Preis: Laut Internet sollte die Karte für Erwachsene € 15,- kosten, vor Ort an der Kassa war der Preis jedoch ein ganz anderer. Abzocke auch, was Getränke und andere Verpflegung anging, sowie ein nicht minder geringer Preis für ein sogenanntes "Souvenirfoto", das später auch auf Facebook hochgeladen wurde.
Insgesamt also leider kein sonderlich gelungener Abend. 2015 soll der Zirkus mit erweitertem Programm nochmal über die Bühne gehen, ob ich dem Spektakel allerdings nochmal eine Chance geben sollte, ist äußerst fraglich. Sehr schade, war das Konzept doch so vielversprechend.

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6 Kommentare

  1. Ich hatte auch mal so ein Zirkuserlebnis. Der Eintritt war zwar kostenlos, da Firma Freikarten bekam, sollte aber 47 EUR kosten. Die Vorstellung an sich war, sagen wir mal bemüht interessant. Erinnerungsfoto mit Krokodil-chen sollte dann aber 20 EUR kosten o.O
    Ich kann nur sagen Zirkusse sich auch nicht das was sie mal waren...leider
    Schöne ehrliche Review!
    Liebst, Colli
    http://tobeyoutiful.blogspot.de/

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  2. Von diesen Horrorzirkussen hab ich noch nie was gehört, aber die Idee ist echt genial.
    Umso trauriger, dass die Umsetzung dann scheinbar so misslungen ist! :/

    Allein 20 € für ein einfaches Erinnerungsfoto ist ja der Hammer o.O

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  3. Das ist ja doof und dann auch noch so teuer.
    Wirklich sehr schade. Bei dem Preis und den Kritiken, hätte man wirklich mehr erwarten können.
    Alles Liebe
    Michelle

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  4. Aber die Bilder sehen gar nicht mal schlecht aus.

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  5. Blöd, dass es nicht so der Knaller war :-( Dabei klingt das ganze eigentlich wirklich gut. Hm

    Liebe Grüße,
    https://carolinevonh.blogspot.com

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