Film-Review | Der Babadook

Freitag, Januar 22, 2016


Filmstart: 07. Mai 2015
Mit: Essie Davis, Noah Wiseman, Daniel Henshall
Genre: Drama, Horror, Thriller
Produktion: Australien

Handlung:
Die alleinerziehende Mutter Amelia hat den sechs Jahre zurückliegenden Tod ihres Mannes noch immer nicht überwunden. Hinzu kommt, dass ihr Sohn Samuel ihr zunehmend Kummer bereitet. So quälen den Jungen Albträume von einem Monster, das ihn und seine Mutter umbringen will. Als er dann auch noch eine alte Schauergeschichte mit dem Titel "Mister Babadook" findet, verstärkt dies seine Angst nur noch, verkündet jenes Buch doch, dass man die titelgebende Kreatur nicht mehr loswerden kann, sobald man einmal einen Blick hineingeworfen hat. Von seiner Furcht übermannt, wird Samuel immer unberechenbarer und gewalttätiger. Dennoch glaubt die besorgte Amelia zunächst nicht an eine übernatürliche Heimsuchung. Doch nach und nach wird auch sie von verstörenden Erscheinungen geplagt. Hat ihr Sohn vielleicht doch die ganze Zeit Recht gehabt? (via)

Meine Meinung:
Da mich der Trailer, den ich bereits vor einiger Zeit gesehen hatte, ziemlich überzeugen konnte, hatte ich doch gewisse Erwartungen an den Film. Schon zu Beginn war klar: Atmosphärisch macht er auf jeden Fall etwas her, besticht durch Grautöne und eine düstere Stimmung. Die beiden Protagonisten konnten ebenso auf ganzer Linie überzeugen, obwohl mich die Figur "Samuel" in der ersten Filmhälfte eher genervt hat, was allerdings nur für die guten Leistungen des Schauspielers spricht. Von einem Horrorfilm kann hier allerdings nicht die Rede sein, eher von einem Thriller mit einer guten Portion Drama. Die typische Gruselstimmung, die man hier erwarten würde, blieb somit weg, was ich sehr schade fand, denn aufgrund der Story hätte ich mir doch ein paar gruselige Momente erhofft. Dafür lässt der Film aber viel Raum für persönliche Interpretation, was mir sehr gut gefallen hat. Neben dem eher schleppenden Tempo ist ein weiterer Minuspunkt für mich das Ende, das meiner Meinung nach doch recht lächerlich dargestellt wurde, wenn man jedoch ein wenig über den Film nachdenkt, doch eine gut gewählte Metapher darstellt.

Bewertung: ★★★

Fazit:
Solider Film, allerdings hätte ich mir doch etwas mehr erwartet. Auch die Bezeichnung "Horror" empfinde ich bei Der Babadook als nicht zutreffend. Richtige Horrorfans kommen bei diesem Film also nicht unbedingt auf ihre Kosten. Wer sich aber mit einem soliden Film zufrieden gibt, gerne über das Gesehene sinniert und auch auf Jumpscares gut und gerne verzichten kann, ist hier genau richtig.

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