Film-Review | Alice hinter den Spiegeln

Montag, Juni 20, 2016


Kinostart: 26. Mai 2016
Mit: Mia Wasikowska, Johnny Depp, Sacha Baron Cohen
Genre: Fantasy
Produktion: USA

Handlung:
Nach einer längeren Schiffsreise nach China kehrt Alice Kingsleigh ins London des Jahres 1875 zurück. Inzwischen ist sie sogar zum Captain aufgestiegen! Weil der von ihr verschmähte Lord Hamish Ascot sie zwingen will, das Schiff ihres Vaters zu versetzen, flüchtet sie erneut ins (W)Underland. Ihr alter Freund Tarrant Hightopp, der „verrückte Hutmacher“, hat unterdessen mit Verspätung den Verlust seiner gesamten Familie realisiert, sein Herz ist gebrochen. Doch Alice, die sich vom Unmöglichen nicht einschüchtern lässt, will der Personifikation der Zeit eine mysteriöse Zeitmaschine, die „Chronosphäre“, entwenden und in die Vergangenheit reisen, um die Hightopps zu retten, bevor sie beim Angriff des Jabberwocky umkommen. Dummerweise hat aber die heimlich aus dem Exil zurückgekehrte Rote Königin Iracebeth ebenfalls eine Zeitreise geplant... (via)

Meine Meinung:
Als bekennender Alice-Fan fieberte ich der Fortsetzung schon seit Langem entgegen und so saß ich am Premierentag ganz gespannt (und eventuell auch ein wenig hibbelig) im Kinosaal. Ziemlich bald dämmerte mir allerdings, dass mich der Film nicht so begeistern würde wie noch sein Vorgänger. Dem Aushängeschild "Alice" und vor allem der Figur des "verrückten Hutmachers", dem einiges an altbekanntem Charme verloren ging, fehlte es diesmal etwas an Überzeugungskraft. Vor allem Sacha Baron Cohen in der Rolle der "Zeit" konnte mich dafür umso mehr überraschen. Diese Figur war vermutlich auch der Hauptgrund für den höheren Anteil an Witz, der vollends zu unterhalten wusste und die doch recht spärlich vorhandene Story sowie den fehlenden Spannungsbogen zumindest zum Teil wettmachen konnte. Zumindest visuell blieb alles beim Alten, denn da hatte Alice hinter den Spiegeln wieder einiges zu bieten. Dennoch werde ich mir den Film sicher nicht so oft ansehen können wie noch den ersten Teil. Zwar konnte mich auch die Fortsetzung durchaus unterhalten, auf lange Sicht werde ich aber zumindest nach ein paar Mal ansehen wohl genug davon haben.

Bewertung: ★★★ 1/2

Fazit:
Alice hinter den Spiegeln bietet eine gewohnt visuell beeindruckende Aufmachung und weit mehr Witz als sein Vorgänger. Dennoch fehlt es dem Film leider etwas an Handlung und den beiden Aushängeschildern ging irgendwo zwischen  Teil eins und zwei ein Großteil des üblichen Charmes verloren. Wer darüber allerdings hinwegsehen kann, wird mit dem Film sicher (zumindest kurzweilig) Unterhaltung finden.

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