Film-Review | Split

Sonntag, Februar 12, 2017


Kinostart: 26. Jänner 2017
Mit: James McAvoy, Anya Taylor-Joy, Betty Buckley
Genre: Thriller
Produktion: USA
Meine Bewertung: ★★★★

Handlung:
Für die eigensinnige und achtsame Casey und ihre zwei Freundinnen Claire und Marcia wird das Leben zur Hölle, als sie eines Tages von einem unheimlichen Mann entführt werden. Ihr Peiniger Kevin entpuppt sich nur wenig später als ein ganz spezieller Mensch: Er leidet unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung und vereint 23 verschiedene Identitäten in seiner Psyche, die sich alle miteinander abwechseln und so für Verwirrung und Entsetzen sorgen. Während die Mädchen verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit suchen, ahnen sie jedoch nicht, dass sich in Kevin etwas ganz besonders Böses regt – eine dämonische 24. Persönlichkeit, die sich nur "die Bestie" nennt und die drauf und dran ist, aus Kevin auszubrechen. Für die Mädchen wird die Zeit immer knapper… (via)

Meine Meinung:
Dass es sich um Split nicht um einen gewöhnlichen Thriller handelt, merkte ich bereits, als ich mir zum ersten Mal den Trailer ansah. Eine Person mit über 20 verschiedenen Identitäten? Das klang wirklich interessant und nach einer neuen Herangehensweise. Im Film wurde diese Thematik leider nur kurz angeschnitten, tat meiner Spannung letztendlich aber kaum Abbruch. Besonders hervor stach - wie sollte es auch anders sein - James McAvoy in seiner Rolle als Devin/Patricia/Hedwig und den weiteren Identitäten, die in Kevins Körper leben. Die schauspielerische Leistung wurde umso deutlicher, je mehr Identitäten man kennenlernte. Die großartige, abwechslungsreiche Darstellung der Charaktere konnte mich schlicht begeistern. Die zweite Protagonistin Cassey, die ebenso eine schwere Vergangenheit aufweist, konnte mich ebenso überzeugen. Über die anderen vorkommenden Personen lässt sich - bis auf die ausnahmslos guten Darbietungen - nicht viel sagen, da diese eher blass blieben. Eine weitere Ausarbeitung wäre hier aber vermutlich auch überflüssig gewesen, da die beiden Protagonisten den anderen ohnehin komplett die Show stahlen. Trotz der interessanten, spannenden Thematik und der tollen Umsetzung konnte mich das letzte Drittel des Films nur mehr mäßig überzeugen. Hier bekommt der Film mit dem Erscheinen der "Bestie" einen leichten Fantasy-/Horror-Touch, der mir dann aber doch etwas überzogen schien. Auch die ein oder andere Frage blieb offen, was aber daher rühren könnte, dass es sich bei Split möglicherweise um eine "Unbreakable"-Anspielung handelt und eine Fortsetzung möglich ist.

Fazit: 
Natürlich kann man sich von Split keine hoch wissenschaftlichen Erläuterungen zum Thema Dissoziative Identitätsstörung (kurz DIS bzw. DID) erwarten, spannend ist der Film aber allemal. Wer Lust auf einen Thriller hat, der eine etwas andere Ausgangssituation besitzt und sich für das Thema DIS interessiert (das für meinen Geschmack aber ruhig etwas ausführlicher hätte sein können), sollte sich Split auf jeden Fall mal zu Gemüte führen.

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