Rezension | "Das Haus der bösen Träume" von F. R. Tallis

Dienstag, März 07, 2017





Titel: Das Haus der bösen Träume
Autor: F. R. Tallis
Genre: Thriller 
Seitenzahl: 352
Verlag: btb
Preis: 9,99 € (D) | 10,30 € (A) (Taschenbuch)
Meine Bewertung: ★★★ 1/2




Klappentext:
Suffolk, 1950er Jahre: Der junge Psychiater James Richardson tritt eine Stelle in Wyldehope Hall an, einer Privatanstalt unter der Leitung des renommierten Professor Maitland. Weitgehend allein bleibt ihm die Führung der Klinik überlassen; u.a. die Betreuung einer besonderen Station im Kellergewölbe des alten Hauses. Dort sind sechs Patientinnen in einen künstlichen Dauerschlaf versetzt – laut Maitland eine neuartige Behandlung ihrer psychischen Störung. Doch dann kommt eine junge Nachtschwester zu Tode, kurz nachdem sie in panischer Angst aus dem Keller floh. Richardson beschleichen Zweifel… 

Meine Meinung:
Aufgrund des Klappentextes versprach ich mir von dem Buch eine spannende Gruselgeschichte mit interessantem Thema. Zum Glück wusste ich dank einiger Rezensionen schon im Vorfeld, dass man es bei Das Haus der bösen Träume mit einer eher ruhigeren Lektüre zu tun hat. Dementsprechend konnte ich mich schon darauf einstellen und wurde somit diesbezüglich nicht enttäuscht. Der Autor bietet mit einer Gruselgeschichte, die sich in einer psychiatrischen Anstalt in den 50er-Jahren abspielt, und einem daran wunderbar angepassten Schreibstil ein interessantes Setting, das mich letztendlich aber leider doch nicht komplett überzeugen konnte. Die erste Hälfte des Buches, in der man die Psychiatrie und die Charaktere besser kennenlernt und die ersten Geschehnisse mitbekommt, war schnell gelesen, ein Spannungsbogen entstand allerdings nicht. Tatsächlich wirkten die (leider doch etwas rar gesäten) paranormalen Vorfälle teilweise schon fast nebensächlich, während der Protagonist mit dem einen oder anderen persönlichen Problem zu kämpfen hatte. Vor allem gegen Ende hätte ich mir da noch einen Spannungsanstieg gewünscht, da mir das Buch stellenweise dann doch etwas zu ruhig war. Zumindest konnte der Autor aber noch mit einem überraschenden Twist am Ende aufwarten.

Fazit:
Kein Must-Read für Hartgesottene, die sich von diesem Buch eine zum Fingernägel kauen gruselige Geschichte erwarten, für Leser, die dieses Genre mal ausprobieren wollen, sich aber nicht zu sehr gruseln wollen, aber durchaus empfehlenswert.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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1 Kommentare

  1. Hallo Angy,

    ich bilde mir ein, ich hätte hier schon einen Kommentar gelassen, aber das war wohl doch nicht der Fall.

    Jedenfalls muss ich dir in allen Punkten zustimmen. Als Must-Read kann man es nicht bezeichnen gut zu lesen war es meiner Meinung nach aber schon. Vor allem das Ende mochte ich total, weil es mich lange nachdenken gelassen hat.

    Liebe Grüße & schönes Wochenende,
    Nicole

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