Rezension | "Into The Water" von Paula Hawkins

Montag, Juli 31, 2017




Titel: Into The Water
Autorin: Paula Hawkins
Genre: Thriller
Seitenzahl: 448
Verlag: blanvalet
Preis: 14,99 € (D) | 15,50 € (A) (Paperback)
Meine Bewertung: ★★★★★





Klappentext:
»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Meine Meinung:
Über zehn Charaktere, aus deren Sicht erzählt wird (wobei bei bestimmten die Ich-Erzählform, beim Rest der auktoriale Erzähler angewandt wird), eine in der Gegenwart spielende Handlung verknüpft mit Rückblenden und ein bewusst verworrenes Konstrukt - Paula Hawkins machte mir den Einstieg in ihren zweiten Roman "Into The Water" alles andere als leicht. Einigen Rezensionen entnahm ich bereits vorab, dass viele aufgrund der immens vielen Namen verständlicherweise Probleme damit hatten, die Charaktere auseinander zu halten und schon vor den ersten 100 Seiten das Handtuch schmissen. Aufgrunddessen legte ich mir tatsächlich eine Namensliste mit kurzen Stichworten zu, um bei Bedarf während des Lesens einen Blick darauf werfen zu können. Dieser Entschluss stellte sich als goldrichtig heraus, denn dieses simple, aber effektive Hilfsmittelchen zog ich tatsächlich bis etwa zur Hälfte des Buches zu Rate. Bei dieser Art der Erzählung darf man als Leser, der sich erst in der Geschichte zurechtfinden muss, wahrlich nicht leicht zu frustrieren sein. Dank Hawkins' Schreibstil kam ich dennoch flott voran, merkte jedoch bald, dass in dem ganzen Verwirrspiel aus Namen und Erzählsträngen ein ganz wichtiger Aspekt fehlt: die Handlung. Ein Spannungsbogen wurde somit nicht aufgebaut und beim Beenden des Buches fühlte ich nur eines: Ernüchterung und Erleichterung, dieses Wirrwarr hinter mir zu haben.

Fazit:
"Into The Water" hat von allem ein wenig zu viel - zu viele Charaktere, zu viele Erzählstränge und zu viele Andeutungen und falsche Fährten. Was letztendlich auf der Strecke blieb, ist leider eine richtige Handlung, die wohl irgendwo zwischen dem dreißigsten und vierzigsten Perspektivenwechsel verloren gegangen sein dürfte.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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