Mein Musikjahr 2017 - Ein Rückblick

Dienstag, Dezember 19, 2017

Ein weiteres Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Da ich für die nächste Zeit die eine oder andere Veränderung vor mir habe, ich diesen Blog (noch immer) nicht komplett absterben lassen will und sich Rückblicke in meinen Redaktionen sowieso großer Beliebtheit erfreuen, habe ich mir Gedanken zu meinem Musikjahr 2017 gemacht. Wie schwer mir Rückblicke im Allgemeinen und vor allem das sich Festlegen auf eine bestimmte Rangliste fallen, habe ich in den letzten Jahren sicherlich schon zur Genüge erwähnt. Lest hier nun also meinen wohl eher kläglichen Versuch eines Blicks zurück auf mein ganz persönliches Musikjahr 2017.

Bands & Alben 

Zufällig finden sich in diesem Abschnitt meines Rückblicks einige Bands wider, die ich heuer auch live gesehen habe. Ich bin mal nur nach den Veröffentlichungen für 2017 gegangen, Kategorien wie "meistgehört", unabhängig davon, ob die jeweiligen Bands etwas in diesem Jahr veröffentlicht haben, hätten wohl ansonsten einfach den Rahmen gesprengt. Die folgenden Auflistungen entsprechen keiner willkürlichen Reihung (sonst hätte ich mich erst recht nicht entscheiden können). 

Beste Bands: 
Heretoir, Amenra, Leprous, Septicflesh

Beste Alben:
HERETOIR - "The Circle"
LEPROUS - "Malina"
SEPTICFLESH - "Codex Omega"
AMENRA - "Mass VI"

Beste Songs:
HERETOIR - "The White"
AMENRA - "A Solitary Reign"
VOYAGER - "Ascension"
LEPROUS - "From The Flame"
WHILE SHE SLEEPS - "Silence Speaks"



Konzerte & Festivals 
 
Tatsächlich war 2017 was Livemusik angeht bei mir vergleichsweise so wenig los, wie schon seit Jahren nicht. Woran das liegt, kann ich eigentlich gar nicht so genau sagen. Besonders, was Festivals angeht, spielte vor allem der Zeitfaktor eine große Rolle. Insgesamt sind es dieses Jahr daher "nur" 18 Events geworden, vier Festivals und 14 Konzerte. Mein sonstiger Durchschnitt von etwa 120 - 130 gesehenen Bands im Jahr wurde diesmal also weit unterschritten. Dafür stimmte die Qualität aber absolut, und die geht immerhin immer vor Quantität.

So gab es auch diesmal wieder ein paar besondere Highlights
DEVIN TOWNSEND bescherte mir ein ganz wunderbares Valentinstags-Date, wenngleich er zwar leider nicht nur für mich alleine spielte, mit BETWEEEN THE BURIED AND ME und LEPROUS aber auch zwei absolut sehenswerte Supports mitbrachte, die das Konzert wunderbar ergänzten.

GOJIRA am Nova Rock Festival im Juni waren erneut ein Highlight und vermutlich mein bester Festival-Gig dieses Jahr. Abgesehen vom Musikalischen hat mir das Rundherum am Nova Rock dieses Jahr aber leider überhaupt nicht mehr zugesagt und ich hatte ein paar recht negative Erlebnisse, obwohl ich diesmal nach acht Jahren nur ein Tagesticket hatte. 

GHOST BATH im Juni stehen zweifelsohne an der Spitze meiner Top-Liste und waren vermutlich das beste Konzert des Jahres. Bereits mit KING APATHY und HERETOIR im Vorprogramm hatte ich meine helle Freude, da sie den Abend einfach nur perfekt einläuteten. GHOST BATH konnten da sogar noch eine Schippe drauflegen und ich war fast schon wehmütig, als das Konzert vorbei war. Ich hätte tatsächlich noch stundenlang im Viper Room stehen und den Klängen der Bands ganz verzaubert lauschen können, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, rechtzeitig den Heimweg anzutreten, um am nächsten Tag nicht allzu schwerfällig aus den Federn zu kommen. 

Wer mich näher kennt, wird bei der Tatsache, dass sich auch THE BIRTHDAY MASSACRE als eine der besten Live-Bands in 2017 herausstellten, wohl erstaunt die Brauen hochziehen. Tatsächlich konnte mich ihr Konzert im Oktober, das ich hauptsächlich aus Nostalgie-Gründen besucht habe, auf ganzer Linie überzeugen und bei Gelegenheit werde ich mir die Band bestimmt noch ein weiteres Mal anschauen. Eine sehr sympathische, herzliche und witzige Band, die ihr Publikum definitiv mitzureißen weiß! 
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Ganz nah am ersten Platz und damit in absoluter Konkurrenz zu GHOST BATH stehend, ist das Konzert von AMENRA im November. Auch hier erlebte ich eine absolut einzigartige Atmosphäre und ein wirklich außergewöhnliches Feeling, das mich auch in den Tagen danach noch begleiten sollte. Die Opener CEVEO konnten mich zwar leider nicht ganz so in ihren Bann ziehen, DHARK überzeugten mich dafür aber erneut umso mehr.

Auch das Konzert von TEXTURES hielt echte Schmankerl bereit, wenngleich diese für mich doch eher im Vorprogramm zu finden waren. Bereits der Auftritt der Opener MOTHER OF MILLIONS war absolut großartig und bescherte mir eine Gänsehaut nach der anderen und auch EXTREMITIES im Anschluss hatten einiges zu bieten. Beide Bands möchte ich in absehbarer Zeit unbedingt nochmal sehen. 

Leider gab es aber auch diesmal wieder ein paar kleine Enttäuschungen
INSOMNIUM im Jänner konnten mich leider nicht ganz so überzeugen wie sonst. Das liegt vermutlich daran, dass ich mit "Winter's Gate" bis heute nicht sonderlich warm geworden bin. Auch das letzte Konzert von AVENGED SEVENFOLD hatte ich weit besser in Erinnerung als das, was sie im Februar in der Stadthalle geboten haben. Zweifelsohne eine imposante und auch mitreißende Show, doch ist meine Zeit mit dieser Band definitiv schon vorbei. Ihr neuestes Album "The Stage" konnte mich zudem nie sonderlich einnehmen. Auch bei ILL NINO im April musste ich mal wieder feststellen, dass mir die Band live leider einfach nicht zusagt und sie ebenfalls schon seit Längerem zu meiner musikalischen Vergangenheit gehört. Nicht ganz so begeistern wie erhofft konnten mich leider auch mein Anreise-Hauptgrund AHAB am Sick Midsummer im Juli. Ob es an meinen mal wieder zu hoch geschraubten Erwartungen oder meiner zu dieser Zeit schon recht fortgeschrittenen Erschöpfung lag, kann ich aber nicht genau sagen. 

 Liveberichte zu so ziemlich all meinen besuchten Konzerten und Festivals findet ihr übrigens hier.

Fazit 

Dieses Jahr war musikalisch definitiv wieder ein Erfolg. Die wenigen Enttäuschungen wurden durch die vielen genialen Momente aufgewogen und so schließe ich mein Musikjahr 2017 mit einer positiven Resonanz und freue mich schon auf das kommende Jahr.

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2 Kommentare

  1. Heretoir kenn ich noch von früher. Werde mal reinhören. :)

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    1. Bitte tu das, meiner Meinung nach haben sie eine ganz wundervolle Entwicklung hingelegt! :)

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